Workshop: die Schlangenlinie



Eine Standardsituation im Agility sind 3 oder 4 auf einer Linie aufgestellte Hürden, die der Hund schlangenlinien- oder wellenförmig überspringt. Hier eine Möglichkeit, sich diese Sequenz zu erarbeiten:

Abb.1: Zwei parallele Linien mit Hürden


Zunächst werden die vier Hürden, die später auf einer Linie stehen sollen versetzt in zwei zueinander parellelen Linien aufgestellt. Der Hundeführer läuft zwischen den beiden Linien und kann dadurch den Hund zu beiden Seiten über die Hürden schicken. Der Hundeführer läuft bei dieser Übung zwischen den beiden grün markierten Punkten rückwärts vor dem Hund und hat somit während der gesamten Sequenz über Blickkontakt zum Hund. Der Aufbau der 1. Übungssequenz (Abb. 1) ist so konzipiert, daß der Hund immer automatisch Bögen läuft und gerade auf die Hürden zugeht. Der Hundeführer läuft mit dem Hund gemeinsam los. Beim 1. grünen Punkt dreht sich der Hundeführer um 90 Grad, so daß er auf das in der Abbildung stehende Wort “Agility-Training” schaut.
Während der Hund 2. Hindernis überspringt, bewegt sich der Hundeführer rückwärts nach hinten und sobald der Hund den Sprung beendet hat, spricht man den Hund an und schickt ihn mit der rechten Hand über Hindernis Nr. 3, an dem man in der Zwischenzeit vorbeigelaufen ist.
Weiterhin rückwärts laufen, während der Hund über 3 springt, noch vor der Landung kann der Hund angesprochen werden, diesmal wieder mit der linken Hand über Hindernis Nr. 4 schicken. Auch hier muß man vorher rückwärts dran vorbeigelaufen sein.

Für das letzte Hindernis reicht es aus, an der grünen Markierung stehen zu bleiben und den Hund mit einer Drehbewegung über die Hürde Nr. 5 zu schicken um dann mit ihm parallel zu laufen, währen er den Sprung absolviert.

Abb.2: Die Hürdenlinien werden schrittweise näher zueinander gestellt

Die beiden parellelen Linien mit Hürden werden schrittweise näher zueinander gestellt (siehe Abb. 2).
Dabei ist immer darauf zu achten, daß der Hund weiterhin eigenständig Bögen läuft, gerade auf die Hindernisse zuläuft und nicht abkürzt und schräg über die Hürden springt. Wenn dies vorkommt, müssen die Hürdenlinien wieder weiter voneinander entfernt werden, so daß der Lauf wieder automatisch in größeren Bögen erfolgt.
Die beiden Hürdenlinien schrittweise so eng zueinander stellen, daß der Hundeführer noch eben bequem rückwärts durch die beiden Reihen hindurch laufen kann, dann dazu übergehen, auf einer Seite der Hürdenlinien zu laufen, siehe Abb. 3.

Abb.3: Hundeführer läuft auf einer Seite der Hürdenlinien


Wenn auch das gut klappt, können die Hürden auf einer geraden Linie aufgestellt werden. Auch hier gilt wieder zu beachten, daß der Hund noch Bögen läuft. Nach und nach wird der Hund eigenständig ein Gefühl dafür entwickeln, wie eng er diese laufen kann, um die Hindernisse noch gut bewältigen zu können.

Abb.4: Die Hürden befinden sich auf einer Linie


Anfänglich ist es bei der Linie einfacher, die Hürden dicht aneinander zu stellen, damit der Hund nicht zwischen den Hürden durchspringt. Eine Steigerung der Übung ist es, die Hürden nach und nach in einem größeren Abstand zu stellen.

Parcours:

Zu dieser Übungseinheit gibt es auch einen kompletten Parcours, der die Schlangenline einmal als Folge von vier und einmal mit 3 Hürden beinhält. Den Parcours gibt es hier: Parcours mit zwei Wellen